Behelfsbrücke

Aus Birresdorf
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Das zerstörte Teilstück der L79 am Leimersdorfer Bach (07.06.2016)
Die reguläre Verbindung nach Leimersdorf konnte monatelang nicht genutzt werden (16.09.2016)
Da es nur eine Spur gibt, kommt es immer wieder zu Verkehrsproblemen (21.08.2019)

Eine einspurige Behelfsbrücke stellt seit Ende 2016 die Verbindung zwischen Birresdorf und Leimersdorf entlang der L79 sicher. Deren Errichtung war durch die Zerstörung eines Teilstücks der Straße durch das schwere Unwetter vom Samstag, dem 04. Juni 2016, nötig geworden. Äußerst starke Regenfälle hatten den Leimersdorfer Bach anschwellen lassen, die Straße unterspült und schließlich weggeschwemmt.

Umleitung

Bis die Behelfsbrücke genutzt werden konnte, verging ein knappes halbes Jahr. In dieser Zeit war zunächst eine Umleitung über Kirchdaun ausgewiesen worden. Eine einzelne Fahrt von Birresdorf nach Leimersdorf bedeutete so einen Umweg von etwa zehn Kilometern. Später konnten der Feldweg von Birresdorf in Verlängerung des Hubertusweges Richtung Niederich/Oeverich auch offiziell genutzt werden.

Bauarbeiten

Bereits im Juli 2016 war klar, dass langfristig ein weiteres Regenrückhaltebecken mit Streckenführung an der zerstörten Stelle entstehen soll. Ein solches Projekt hat allerdings eine lange Vorlaufzeit und daher sollte bis dahin eine Behelfsbrücke über den Leimersdorfer Bach führen. Die Brücke selbst war auch sofort verfügbar. Sie ist 19,50 Meter lang, einspurig und hat eine Traglast von 30 Tonnen. Zuvor waren aber Untersuchungen nötig, um zu ermitteln, wie die Auflieger für die Brücke gestaltet sein müssen. Der LBM hoffte zu der Zeit noch, dass mit den Arbeiten an der Brücke im September 2016 begonnen werden kann.[1]

Allerdings stellte sich dann heraus, dass Spezialmaschinen für die Fundamente benötigt werden. Vier Großbohrpfähle mit 14 Metern Tiefe und einem Durchmesser von 90 Zentimetern müssten zunächst in den Boden getrieben werden. Dafür wurde die Firma Rick aus Burgbrohl beauftragt. Ende September 2016 hoffte der LBM, dass die Brücke dann etwa einen Monat später – Ende Oktober 2016 – befahrbar sei.[2]

Die Bauarbeiten konnten dann aber erst im November 2016 starten. Nachdem die Gründungspfähle erstellt waren, wurde darauf das eigentliche Fundament gegossen. Die Brücke selbst besteht im Wesentlichen aus zwei massiven Stahlträgern, die mit Betonplatten belegt sind. Die Brücke wurde Anfang Dezember 2016 fertiggestellt.

Schwellen

An der Behelfsbrücke ist eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde ausgewiesen. Daran hielt sich allerdings kaum jemand, was zu Schäden an der Brücke führte. Daher wurde die Brücke gesperrt, um Schwellen anzubringen, die die Geschwindigkeit begrenzen sollten. Außerdem wurden in dem Zuge Verstärkungen an der Unterseite angebracht, so dass die Brücke auch von LKW über 28 Tonnen befahren werden kann.[3][4]

Ein Jahr später wurden die Schwellen von Unbekannten teilweise entfernt, so dass die Brücke wieder etwas zügiger befahren werden konnte. Der LBM stellte die Schwellen allerdings zügig wieder her.[5]

Quellen

  1. LBM Cochem-Koblenz: „L 79 – Weiteres Vorgehen nach dem Starkregenereignis zwischen Leimersdorf und Birresdorf“, Pressemitteilung vom 19.07.2019
  2. LBM Cochem-Koblenz: „L 79 – Starkregenereignis zwischen Leimersdorf und Birresdorf – Bau der Behelfsbrücke“, Pressemitteilung vom 20.09.2016
  3. LBM Cochem-Koblenz: „L 79 – Behelfsbrücke zwischen Leimersdorf und Birresdorf wird verstärkt“, 01.07.2019
  4. Günther Schmitt: „Schwellen sollen Tempo auf der Behelfsbrücke senken“, General-Anzeiger Online, 05.07.2019
  5. Frieder Bluhm: „Wer stiehlt denn die Bodenschwellen?“, Rhein-Zeitung Kreis Ahrweiler, 18.09.2020, Seite 19