Kinderkino: Winnetous Sohn in Birresdorf

Das Grafschafter Kinderkino zeigte am 30. Juni 2017 um 16:30 Uhr den Film „Winnetous Sohn“ im DGH.

Wie ein Indianer sieht der zehnjährige Max nun wirklich nicht aus. Er ist klein, pummelig, blass und hat eine Brille. Das macht aber nichts, denn tief in seinem Herzen ist er einer. In seinem Leben dreht sich alles um Indianer – kein Wunder, dass er von allen Häuptling genannt wird. Er fiebert den Wochenenden entgegen, an denen er ins Indianercamp gehen darf. Dort lebt er seinen Traum vom Leben in einem Tipi in einer Welt voller Spaß, Friedfertigkeit und Idylle.

Zuhause sieht es nämlich grad nicht so toll aus: Sein Vater musste vor kurzem aus dem Familientipi ausziehen und seine Mutter wandelt schon auf fremden Pfaden. Da kommt ihm eine Nachricht gerade recht: Die Karl-May-Festspiele suchen einen neuen Darsteller für Winnetous Sohn. Wenn er die Rolle bekommt, wird alles wieder so werden wie früher, davon ist Max überzeugt.

Doch was zeichnet einen echten Indianer aus? Der Intendant der Festspiele, ein echter Kotzbrocken, bringt es auf den Punkt: Wer Winnetous Sohn sein will, muss reiten und mit Pfeil und Bogen schießen können. Max, die Unsportlichkeit in Person, muss also üben. Reiten, Lasso werfen, Bogen schießen und auf ein galoppierendes Pferd springen zählen bisher nicht zu seinen Stärken. Unterstützung bekommt er vom gleichaltrigen Morten, der Indianer eigentlich nur doof findet.

André Erkau ist ein Film geglückt, der mit Witz, herrlichen Dialogen und schön schrägen Charakteren seine Zuschauer begeistert. In diesem Film wird jeder seinen persönlichen Lieblingshelden finden: sei es der coole „Morti“, Max, Mortis unfassbar komische Mutter oder die herrlich angespannte, immer fröhliche Assistentin. Und das grantelnde Gespann Armin Rohde/ Uwe Ochsenknecht sind das Sahnehäubchen!

Auszeichnungen:

  • „Emil“ 2016 der Zeitschrift TV-Spielfilm als bester Kinofilm für Kinder des Jahres.
  • Gewinner der Förderinitiative „Der besondere Kinderfilm“ 2013/14.